Geschichte & Philosophie

1889 erwarb Richard Voigts die Krumhuk Farm, der durch die Schaffung von Wasserressourcen (Brunnen- und Dammbau) das permanente Leben auf diesem Gelände ermöglichte. Die Folgegeneration versuchte den Betrieb vielseitiger zu gestalten.

1995 begründeten Ulf Dieter Voigts (Farmer, Besitzer und Enkel des Gründers), seine Frau Christine (Pädagogin und heute Priesterin der Christengemeinschaft), Ralph Ahlenstorf (biologisch-dynamischer Landwirt) und seine Frau Christiane (Eurythmistin) eine Betriebsgesellschaft mit dem Ziel, die traditionelle namibische Farmerei zu transformieren.

Das Leitungsteam der Krumhuk Farm entwickelte einen Wertekodex, der heute inzwischen zu 100% umgesetzt ist und täglich gelebt wird:

  1. Ablösung von Grund und Boden aus dem Privatbesitz
  2. Bewirtschaftung der Farm auf Grundlage der Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft
  3. Förderung aller Menschen auf dem Hof gemäß ihrer individuellen Fähigkeiten
  4. Ausbildung junger Menschen vom Kindergarten bis zur Berufsfindung auf Grundlage der anthroposophischen Menschenkunde
  5. Qualitätsvoller Umgang mit Mensch und Natur

1996 gründete sich die Betriebsgesellschaft, deren Teilhaber erstmals Flächen in Kultur genommen haben, die mit Hilfe der biologisch-dynamischen Landwirtschaftsweise bewirtschaftet werden. Der Aufbau einer Milchkuhherde war der erste Schritt zum intensiveren Bewirtschaften. Weitere Betriebszweige wie die Milchverarbeitung und -vermarktung, die Rind- und Wildfleischverarbeitung, der Gästebetrieb, der Gemüse- und Futteranbau sowie eine kleine Kunsthandwerk-Werkstatt, tragen heute zu dem Einkommen der Farm bei.

1999
sind die Sarima Gästehäuser erbaut worden. 2011 entstehen nach dem Umbau des Farmhaupthauses weitere Gästezimmer.

2009
wurde im Süden der Farm eine Landbauschule gegründet, das ATCK – Agriculture Training Center Krumhuk, wo wir eine praktische Ausbildung zum Farmer sowie eine Hauswirtschaftsausbildung anbieten. www.atckrumhuk.org

Heute: Auf Krumhuk lebt eine interkulturelle Gemeinschaft aus sechs Sprachgruppen. Die Wurzeln davon bilden 30 Damara, die seit Generationen auf unserer Farm leben. Des weiteren gibt es Mitarbeiterfamilen aus der Owambo-, Baraquena- (Buschmann), Herero- und deutschsprachigen Kultur. Die jüngsten Farmbewohner sind erst wenige Monate jung, der Älteste ist 96 Jahre alt.

Zukunft: 1) Wir werden den landwirtschaftlichen Ausbildungsbereich mit dem ATCK weiter stärken und international kooperieren. 2) Das alte Farmhaus steht für Seminare bis max. zu 20 Teilnehmern inklusive Catering zur Verfügung. 3) Unsere Farmkinder werden stärker gemeinsam, unter Einbeziehung des Wissens der verschiedenen Kulturgruppen, die hier leben, erzogen und begleitet.