Farmbetrieb

Herzlich willkommen auf dem Gelände eines etwas „anderen“ landwirtschaftlichen Betriebes. Wir sind die einzige Farm Namibias, die biologisch-dynamisch wirtschaftet. Dadurch arbeiten wir nach ökologisch-sozialen und nachhaltigen Gesichtspunkten. Eine weitere Besonderheit ist die Vielfalt an landwirtschaftlichen Produktionsbereichen. Wir laden Sie gern zu einem Rundgang ein!

Aus unserem biologisch-dynamischen Anbau bieten wir hausgemachte Farmprodukte, wie Milch, Quark, Gemüse und Fleisch direkt bei uns in der Farmküche im Farmhaus an. Frischgebackenes Brot, das wir in Zukunft aus selbstangebautem Getreide herstellen werden, gehört ebenso dazu.

Die Farmprodukte werden jeden Samstag auf dem Green Market von 8 bis 12 Uhr, in Windhoek, Uhlandstr. 1-3, verkauft.

Der landwirtschaftliche Betrieb auf Krumnuk, der komplett unter biologisch-dynamischen Gesichtspunkten bewirtschaftet wird, beinhaltet:

  • Fleischverarbeitung (von farmeigenen Wild und Rind)
  • Milchverarbeitung
  • Schattengewächshaus für Gemüse- und Kräuteranbau
  • Futteranbau

Zukünftig wird eigenes Getreide auf einem 400 ha großen Gebiet im Norden Namibias angebaut, so dass wir auch das Getreide für unser beliebtes Farmbrot nach Demeter-Richtlinien selbst anbauen können.

Unsere Rinderherden, Mutterkuhherden und eine Milchkuhherde weiden ganzjährig unter freiem Himmel auf dem gesamtem Farmgelände.

Um erfolgreich farmen zu können, wird Wasser benötigt. Wir beziehen unser Wasser aus Bohrlöchern oder Dämmen, in denen wir Regenwasser stauen. Wassermangel ist an der Tagesordnung und bei jeder Anbauplanung der begrenzende Faktor. Die Zukunftsplanung geht in Richtung der erneuerbaren Energien und innovativen Entwicklungen wie das „Rainwater-harvesting“.

Auf der Krumhuk Farm ernährt sich die Gemeinschaft bereits bis zu 70% mit farmeigenen Produkten.

Neue Ackerbaufarm bei Grootfontein – ein Bericht

„Es wurden 400 ha Farmland, samt Gebäuden, Anlagen und Maschinen gekauft. Die Krumhuker Betriebsgemeinschaft bewirtschaftet das Land, im Moment 243 ha Acker, der Rest ist noch natürliches Buschland, auf eigene Kosten. Der Acker ist bereits seit 30 Jahren biologisch bewirtschaftet worden.

Der Alteigentümer steht uns als `flying mechanic` zur Verfügung und so bin ich ganz mit dem Ackerbau beschäftigt. Zu den drei eingesessenen Angestellten habe ich noch Otto und Vedu (Praktikant) von Krumhuk als Unterstützung. Meist sitzen drei Leute um die zehn Stunden pro Tag auf dem Trecker. Zwei sind immer am `Schrauben` und zwei sind die Handarbeiter für alles Übrige.

In dieser Saison werden wir noch viel Mais (ca. 100 ha), wegen der einfachen Vermarktung und des guten Preises, anbauen. Daneben werden zukünftig Sonnenblumen (ca. 40 ha) für Öl und Biodiesel, Gründüngung (ca. 60 ha), Körnerleguminosen ( ca. 15 ha), Luzerne (15 ha) und die verschiedenen Getreide (ca. 20 ha für Brot- und Futter) angebaut.

Mit dem Getreide möchten wir etwas experimentieren, um den Anbau baldmöglichst auszuweiten. Mittelfristig wollen wir noch 120 ha roden, mehr Luzerne und anderes Futter wie Getreide statt Mais anbauen und dann auch eine Rinderhaltung und Düngerwirtschaft aufbauen.

Die ersten Schritte sind getan und wir haben diese Saison schon 220 mm Niederschlag unter dem Fuß.“

Ralph Ahlenstorf